F1: Unerwartet deutlicher Sieg in Schneeberg gelungen

Heimspielniederlage eindrucksvoll vergessen gemacht
Sachsenliga: SV Schneeberg – HSV 1956 Marienberg 19:29 (Hz.10:11)

Schneeberger Jubel

So freut man sich über den Auswärtssieg in Schneeberg

Die siebenwöchige Punktspielpause scheint der 1. Frauenmannschaft des HSV sehr gut getan zu haben. Sie gewann das Sachsenliga-Erzgebirgsderby beim SV Schneeberg unerwartet deutlich mit 29:19. Damit gelang den HSV-Damen die angestrebte Revanche für die 24:31 Heimspiel-Niederlage eindrucksvoll.

„Es hat heute alles gepasst. Die erfahrenen Schiedsrichter Rene Hennig/Heiko Störr haben sehr gut gepfiffen. Dank einer sehr starken kämpferischen Abwehrleistung und absolutem Siegeswillen, wie wir ihn gegen Weißenborn schon zeigten, ist uns dieser wichtige Sieg gelungen“, meinte der sehr zufriedener Trainer Stefan Süßmilch.

Im direkten Vergleich, der bei möglicher Punktgleichheit am Saisonende für die Platzierung herangezogen wird, hat sein Team jetzt die Nase vorn. Daher könnte der Sieg noch wertvoll werden. Ein Zurücklehnen bedingt dieser jedoch keinesfalls. Den Bergstädterinnen stehen noch viele schwere Partien bevor. Jetzt kann man sich erst einmal über den schönen Erfolg als Tabellensechster (14:12 Pkt.) freuen.

Bevor dies feststand, wurden die Gäste voll gefordert. Bis zur knappen 11:10 Pausenführung lagen sie 10x vorn. 9x stand das bis dahin sehr spannende Derby Remis. Nur einmal führte der SV (5:4/12.). Nach der Halbzeit gelang der HSV-Ersten ein guter Start (15:11/ 37.). Sie führte bis zur 45. Minute immer mit 3 bis 5 Toren. Kurz danach (48.) lag das immer besser auftrumpfende HSV-Team erstmals mit 8 Toren (24:16) vorn. Der Verbandsliga-Meister des Vorjahres war damit bezwungen. Er konnte dann nichts mehr zu setzen und nur noch eine drohende, höhere Niederlage verhindern.

„In der 1. Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir souverän gespielt und waren athletisch klar überlegen. Herausragend war unsere Torhüterin Nadine Werner. Sie hat einige todsichere Bälle pariert und damit die SV-Werferinnen entnervt. Die Torschützenbeste des Tages Emily Mehlhorn (9) bekommt ein extra Lob von mir. Sie erzielte sehenswerte und wichtige Treffer. Sehr erfreulich auch, dass Leonie Tinney nach langer Krankheit und Trainingspause ein ordentliches Spiel gelang. Es war heute auch eine sehr gute Teamleistung. Vor allem in der Abwehr haben alle vorbildlichen Kampf und Einsatz gezeigt und konnten Selbstvertrauen tanken. Das brauchen wir schon kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter vom HC Rödertal II. Wir können uns auf ein interessantes Spiel freuen.“ ergänzte und blickte Stefan Süßmilch voraus.

Der HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa (1), Kristin Tippmann-Wendrock (2), Ioana Anna-Maria Pocris (5), Leonie Tinney (4), Stephanie Gaitzsch (1), Vivian Dresel (7/4), Nadine Seidel, Emily Mehlhorn (9), Frenzi Heft

Siebenmeter: SV 4/3, HSV 7/4
Zeitstrafen: SV 6, HSV 6.

Karlgeorg Frank