F1: Überraschungssieg in Weißenborn

Sachsenliga-Sieben bleibt in Erfolgsspur
Sachsenliga: SV Rotation Weißenborn – HSV 1956 Marienberg 22:29 (Hz.10:15)

Zum Endspurt der Sachsenmeisterschaft im Frauenhandball kommt die 1. Mannschaft des HSV immer besser in Schwung. Nachdem sie sich vorige Woche vorzeitig den Klassenerhalt sicherte, hat sie sich durch den unerwartet deutlichen 29:20 Auswärtssieg beim Tabellenvierten SV Rotation Weißenborn sogar als Fünftplatzierter (22:16 Pkt.) die Bronze-Medaillenchance erhalten. Diese ist allerdings nur möglich, wenn die anderen vier Teams mit Medaillenchancen, schwächeln. Das HSV-Team muss dafür aber selbst im schweren Restprogramm (HC L II (H), HV C II (A), SC M II (H)) in der Erfolgsspur bleiben. Es bleibt daher weiter spannend.

Ioana Anna-Maria Pocris (94) erzielte sechs Treffer. Zwei davon vom Siebenmeterpunkt. Mit ebenfalls sechs Treffern gehörte auch Stephanie Gaitzsch zu den besten HSV-Werferinnen in Weißenborn.

„Wir haben souverän und sehr gut gespielt. Unseren 4. Sieg in Folge haben wir mit einer super Teamleistung erreicht. Jede hat sehr gut für die andere und miteinander gekämpft. Neben der Partie in Schneeberg war es eines unserer besten Auswärtsspiele. Damit und auch mit der positiven Stimmung im Team war ich sehr, sehr zufrieden“, so das erste Fazit von Trainer Stefan Süßmilch. Seine Sieben setzte sich nach nur zweimaligen Gleichständen (1:1/2:2/5. Min.) während des Bezirksderbys ständig weiter mit 1- 6 Toren (3:2/ 9:5/14:9 (24.) bis zum 15:10 Pausenstand ab.

Danach verwalteten die Gäste bis zur 55.Minute einen Vorsprung von drei bis vier Toren. Als Torjägerin Ioana Anna-Maria Pocris zum 25:21 traf (56:48 Min.) und Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock 45 Sekunden später das 26:21 erzielte, war der amtierende Verbandsligameister endgültig besiegt. „Die SV-Sieben, die sich bestimmt für die Hinspielniederlage revanchieren wollte, kam mit ihrem und dem großen Erwartungsdruck ihrer Fans scheinbar nicht zurecht. Sie waren sehr nervös und haben sich viel mehr Fehler geleistet als wir. Sie scheiterten oftmals an unserer Torhüterin Nadine Werner, die in der Vorwoche pausierte, als der Trainer von Weißenborn als Späher da war. Sie hatten sich daher auf Laura Monse im Tor eingestellt. Die Änderung hat sich ausgezahlt und hat zur Verunsicherung beim SV geführt. Mein Konzept ist daher voll aufgegangen. Nadine hielt vier Siebenmeter und lieferte ein sensationelles Spiel ab.

Unser Abwehrspiel war sehr gut. Nur bei der Chancenverwertung gab es noch Reserven. Sonst hätten wir das Spiel in der 1. Halbzeit schon entscheiden können. Positiv zeigte sich, dass alle frisch waren und nicht doppelt spielten. Auch wenn wir viele Zeitstrafen kassierten und achtmal in Unterzahl spielten, haben die beiden Schiedsrichterinnen Janina und Sandra Albrecht eine gute Leistung gezeigt. Sie hatten das Spiel im Griff und mit ihnen konnte man sehr gut kommunizieren. Sie haben ihre Entscheidungen begründet, so dass man wusste, was falsch war. Erfreulicherweise zeigten sich viele Fans mit unseren Trommlern und haben unserer Mannschaft sehr guten Rückhalt gegeben. Sie trugen zudem zur guten Stimmung in der Halle bei. Das war wieder einmal ein richtig gutes Auswärtsspiel. Damit hat unsere Mannschaft Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen den favorisierten Tabellenzweiten HC Leipzig II tanken können. Jetzt können wir uns auf darauf freuen“, meinte Stefan Süßmilch noch ergänzend und vorausblickend.

Stephanie Gaitzsch (6T) wurde in ihrer alten Heimatstadt neben Ioana Anna-Maria Pocris (6/2) die HSV-Torschützenbeste des Tages. Bei Rotation waren es Sophie Zeller und Franziska Teuchert (je 5T).

Der HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa (1), Kristin Tippmann-Wendrock (2), Ioana Anna-Maria Pocris (6/2), Leonie Tinney (4), Stephanie Gaitzsch (6), Vivian Dresel (5/2), Nadine
Seidel (1), Emily Mehlhorn (3), Frenzi Heft (1)

Siebenmeter: HSV 5/4, SV 9/4
Zeitstrafen: HSV 8 , SV: 1

Karlgeorg Frank
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