F2: Punkteteilung in Waldheim

HSV-Zweite erkämpft und verliert einen Punkt
Verbandsliga: VfL Waldheim 54 – HSV 1956 Marienberg II 22:22 (Hz.:13:11)

Die ohne Spielerinnen der Ersten umformierte und mit nur sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen angetretene 2. Mannschaft des HSV hat im Auswärtsspiel beim Vorletzten VfL Waldheim 54 durch ein 22:22 einen Punkt erkämpft. Leider auch einen unglücklich verloren. Kurz vor Schluss führte die HSV-Sieben mit 22:20 (55:30 Min.). Aber sie musste 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer hinnehmen. Dabei gab es für ein Foul an Lena Müller leider keinen Freiwurf und die VfL-Sieben erzielte im Gegenangriff das Tor zum Remis.

Bis zum 11:13 Pausenrückstand der Gäste verlief die Partie sehr ausgeglichen. Es stand mehrmals Unentschieden. Nach der Pause lagen sie mehrmals mit drei bis vier Toren zurück (12:16/ 13:17 16:19 (45.). Als Nikolett Ludanyi, die nach langer Zeit erfreulicherweise aus Personalnot aushalf, beim 18:20 sehr hart mit „Rot“ bestraft wurde, bäumte sich die Zweite erst recht auf. Jessica Richter, die sich kurzfristig bereiterklärte nach jahrelanger Spielpause auszuhelfen, musste sogar durchspielen. Leah-Marie Hennig erzielte den Anschlusstreffer und Michelle Schmähling verwandelte einen Strafwurf zum 20:20. Die 17-jährige Sophie Heinrich brachte mit ihrem 6.Tor (!!) ihr Team erstmals nach vorn. Als die HSV-Torschützenbeste (8/8T) Michelle Schmähling mit ihrem achten verwandelten Siebenmeter zum 22:20 traf, war der Auswärtssieg, den sich alle vorgenommen hatten, greifbar nahe.

Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat ist schade. Die Sieben hat allerdings so noch nie zusammengespielt. Bei einem eingespielten Team wie Waldheim, das noch um den Klassenerhalt kämpft, ein Unentschieden zu erreichen, ist eine beachtliche Leistung. Dafür haben sich alle ein Lob des Vorstandes redlich verdient.

„Alle haben bis zuletzt leidenschaftlich gekämpft und ganz gut gespielt. Mehrfach wurden sie, insbesondere Lena Müller, in aussichtsreicher Position gefoult und holten Siebenmeter heraus. Als sie sich nach Abstimmung miteinander auf eine offensive Deckungsvariante geeinigt hatten, stellte sich Erfolg ein. Es war nur schade, dass sie nicht für ihren vorbildlichen Einsatz mit einem Sieg belohnt wurden“, meinte Teamleiterin Kerstin Schmähling, die den verhinderten HSV-Trainer Stefan Süßmilch vertrat. Er musste mit der Ersten in Weißenborn ran.

HSV II spielte mit:
Julia Kluge/Anna-Lea Schönherr (Tor), Sophie Heinrich (6), Leah-Marie Hennig (3), Michelle Schmähling (8/8), Lena Müller, Nikolett Ludanyi (1), Peggy Süß (3), Jessica Richter

Siebenmeter: HSV 8/8, VfL 6/2
Zeitstrafen: HSV 4, VfL 4

Karlgeorg Frank