F1: Chemnitzerinnen zerstörten Erfolgsserie des HSV

Zielstellung des Trainers diesmal nicht erfüllt
Sachsenliga: HV Chemnitz II – HSV 1956 Marienberg 28:24 (Hz.12:14)

Die kleine Erfolgsserie der 1. Mannschaft des HSV wurde am vergangenen Sonnabend bei der 24:28 Niederlage gegen die Drittliga-Reserve des HV Chemnitz zerstört. „Wir haben heute überhaupt nicht unser Spiel gefunden. Die HV-C-Zweite hatte sich gut auf uns und unsere Torschützinnen eingestellt. Damit sind wir nicht klargekommen. Wir haben unnötig viele technische Fehler gemacht, wie sie uns in den letzten Spielen nicht passiert sind.“ meinte Trainer Stefan Süßmilch nach dem Spiel.

Die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig und das Fehlen der erkrankten Leonie Tinney konnte nicht kompensiert werden. Hinzu kam, dass einige krankheitsbedingt nicht trainieren konnten. Torhüterin Laura Monse fehlte aufgrund einer Erkrankung und Nadine Werner musste demzufolge trotz Erkältung durchspielen. Nadine Seidel und Frenzi Heft halfen im Vorspiel in der Zweiten aus und spielten dort gezwungener Maßen durch. Das alles wirkte sich nachteilig auf den kleinen Kader aus.

„Nadine konnte nicht trainieren. Frenzi machte in der Zweiten ein super Spiel und erzielte 13/5 Tore. Mit Normalform aller hätten wir gewinnen müssen. Das war aber leider nicht der Fall. Gekämpft haben alle sehr gut, aber spielerisch fanden wir keine Einstellung gegen einen robusten Gegner. Die Chemnitzinnen haben verdient gewonnen“, merkte Trainer Stefan Süßmilch noch an.

Sein Team bleibt über Ostern mit 24:18 Punkten Tabellenfünfter vor der punktgleichen HV-C-Zweiten. Durch den direkten Vergleich gegeneinander, der bei Punktgleichheit erst nach dem letzten Spieltag berücksichtigt wird, sind die Bezirksstädterinnen aber im Vorteil. Nur wenn unsere Sieben das letzte Heimspiel der Saison am 27. April gegen den SC Markranstädt II (Achtung! Anwurf bereits 16:00 Uhr) gewinnt und der HV C in Döbeln einen Punkt lässt, bleibt sie Fünfter. Anderenfalls wird sie Sechster. Weil Weißenborn gegen Döbeln gewonnen hat, wäre der 4. Platz für die Bergstädterinnen auch mit einem Sieg bei der HV-Zweiten nicht mehr möglich gewesen.

Als der HSV nach gutem Start mit 7:4 (11.) führte, sah es ganz optimistisch aus. Leider ging es nicht so gut weiter. Der HV C glich aus (8:8/15.) und zog selbst mit 11:8 davon. Die Gäste kamen zum 11:11 (26.) heran und gingen durch drei Tore in Folge von Stephanie Gaitzsch mit einem 14:12 hoffnungsvoll in die Kabine. Bis zum letztmaligen Gleichstand 17:17 (38.), auch bei den folgenden knappen Rückständen (18:19/41./21:19 (43.), verlief das Bezirksderby auf Augenhöhe. Selbst beim 19:23 (47.) und beim 20:24 (51.) war alles noch möglich. Danach zog die HV-Sieben allerdings vorentscheidend mit 27:21 (56. Min.) davon. Die Messen waren gesungen.

„Obwohl es in Chemnitz um nicht mehr viel ging, so wollte ich gern bei meinem letzten Auswärtsspiel für den HSV gewinnen. Das ist sehr schade, dass uns das nicht gelungen ist. Wir konnten dabei nicht an die guten Leistungen der letzten Partien anknüpfen. Wir haben wenigstens unser Meisterschaftsziel erreicht“, meinte ein darüber enttäuschter Stefan Süßmilch. Am 27. April, dem letzten Spieltag, wird er als verdienstvoller und erfolgreicher Coach der beiden Frauenteams verabschiedet. Seine Torschützenbeste des Tages war Ioana Ana-Maria Pocris. Leonie Meersteiner (10/4T) war das beim HV C.

Der HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa (3), Kristin Tippmann-Wendrock, Ioana Anna-Maria Pocris (10/3, Stephanie Gaitzsch (4), Vivian Dresel (4), Nadine Seidel, Emily Mehlhorn (2), Frenzi Heft (1)

Siebenmeter: HSV 4/3, HVC 5/4
Zeitstrafen: HSV 2 , HVC: 5

Karlgeorg Frank