Info: Saisonfazit der Sachsenliga Mannschaft

HSV-Sachsenliga-Handballerinnen erfüllten ihr Meisterschaftsziel
Super Leistung mit sehr kleinen Kader

Dank einer sehr guten Teamleistung erfüllte die Frauenmannschaft des HSV das von ihrem Trainer Stefan Süßmilch vorgegebene Meisterschaftsziel in der zuletzt beendeten Saison 2018/19 mit Bravour. Bei der 4. Teilnahme in ihrer Vereinsgeschichte in der Handball-Sachsenliga wurden 26:18 Punkte erkämpft. Das ergab sich nach 13 Siegen und 9 Niederlagen. Damit belegten die Bergstädterinnen in der höchsten Spielklasse Sachsens einen guten 5. Platz.

Dieses Ergebnis ist umso beachtlicher, weil es mit einem sehr kleinen, total neu formierten Kader erreicht wurde. Es mussten die Abgänge von den drei Leistungsträgerinnen des Vorjahres, Torhüterin Jessica Flemming, Dominika Kodajova und Lucie Hribova, verkraftet werden. Mit drei Oberliga-Absteigern (HC Rödertal II, BSV Sachsen Zwickau II und Radeberger SV) sowie den beiden Aufsteigern und den ehemaligen Sachsenligisten, SV Schneeberg und SV Rotation Weißenborn, war die Sachenliga noch so spielstark besetzt.

Lediglich zwei Zugänge gab es mit Torhüterin Nadine Werner (vorher HC Annaberg-Buchholz) und Nadine Seidel (USV/TU Dresden). Nach dem Gastspiel in der Sachsenliga-B-Jugend des HV C kehrte Leonie Tinney wieder zurück. Mit Ioana Ana-Maria Pocris gehörte nur noch eine ausländische Spielerin zum Team. Allen Verantwortlichen war bewusst, dass die Saison sehr schwer und eine sehr große Herausforderung werden wird. Als auch noch Nachwuchstalent Julie Placzek kurz nach Saisonstart überraschend nach Burgstädt wechselte, verschärfte sich die Personalsituation zusätzlich.

Weil sich alle Spielberechtigten jungen Aktiven bereit erklärten, an einem Tag zweimal zu spielen, konnte die 2. Mannschaft erhalten werden. Eine A-Jugend nahm lediglich am Pokalwettbewerb teil. Dabei mussten die fünf unter 21-jährigen Spielerinnen manchmal an einem Wochenende sonnabends und sonntags auswärts ran. Außerdem bestritte die vier A-Jugendlichen noch drei Pokalspiele. Am Ende gab es dafür sogar den Bezirkspokal.

Vier Torhüterinnen und 12 Feldspielerinnen setzte der HSV-Coach in seiner Ersten ein. Sie kamen sogar alle mindestens einmal in seiner Zweiten zum Einsatz. In allen Punktspielen der Ersten und dem einen Pokalspiel war nur die noch A-Jugendliche Emily Mehlhorn immer dabei. Sie spielte 13x in der Zweiten und bestritt noch drei Bezirkspokalspiele mit der A-Jugend. Emily bestritt insgesamt 39 Einsätze und war damit die aktivste Spielerin.

Frenzi Heft und Nadine Seidel kamen zu je 35 Einsätzen. Vivian Dresel war 33x, Leonie Tinney mit 32 x sowie Lena Müller 26x dabei. Kristin Tippmann-Wendrock war in allen 22 Punktspielen dabei. Sie führte klug Regie und gehörte wie in alten Zeiten zu den einsatzstärksten Aktiven ihres Teams. „Kristin ist für mich ein herausragendes Vorbild für alle. Denn trotz Selbständigkeit und zwei kleiner Kinder koordinierte sie alles. Sie zeigte vorbildlichen Trainings- und Wettkampfeinsatz. Sie war immer einsatzbereit. Als Physiotherapeutin ihres Teams leistete sie oftmals Erste Hilfe für ihre Mitspielerinnen. Für das, was sie dabei geleistet hat, bekommt sie von mir ein besonderes Kompliment.“ meinte Stefan Süßmilch.

Aber auch die dritt- und viertligaerfahrenen Spielerinnen Sylke Sowa, Stephanie Gaitzsch, Vivian Dresel und Ioana Anna-Maria Pocris gehörten zu den Leistungsträgerinnen. Sie brachten ihre ganze Routine ein. Ioana fehlte zweimal und wurde Zweitbeste Torschützin der Liga (160 T/ 20 Spiele). Alle anderen jungen Spielerinnen brachten sich mit beachtlichen und hoffnungsvollen Leistungen im Team bestens ein.

Torhüterin Nadine Werner hat als Neuling sofort Fuß gefasst und konnte die Lücke, die Jessica Flemming hinterlassen hatte, durch ihre guten Leistungen schließen. Die anderen beiden Torhüterinnen Laura Monse und Julia Kluge gaben der Abwehr bei ihren Einsätzen sehr guten Rückhalt. Zu ihren ersten kurzen Einsätzen in der Ersten kam auch die A-Jugendliche Torhüterin Anna-Lea Schönherr. Weil Stefan Süßmilch beide Frauen-Mannschaften trainierte, verbesserte sich der Zusammenhalt der Teams. Die beiden Teamleiterinnen Silke Heft (HSV I) und Kerstin Schmähling (HSV II.) agierten beide dankenswerterweise als Fahrerinnen des Kleinbusses. Sie mussten außerdem viele aufwendige Gespräche führen, um die Einsätze der Spielerinnen zu koordinieren. Fanclub-Mitglied und Trommler Frank Reimann hatte sich bereiterklärt, einmal pro Woche die Torhüterinnen zu trainieren.

Der am letzten Spieltag würdig verabschiedete Trainer Stefan Süßmilch meinte zum Saisonverlauf folgendes. „In der Hinrunde haben wir noch nicht so gut gespielt. Da fehlte durch viele Wechsel die Konstanz. Leider haben uns anfangs einige wichtige Spielerinnen urlaubsbedingt gefehlt. Wenn wir den Start nicht mit 2:8 Punkten verpatzt hätten, wäre ein 3. Platz sogar möglich gewesen. Zur Halbzeit lagen nur 10:12 Punkte auf unserem Konto und der Abstieg war bedrohlich nah.

In der Rückrunde holten wir 16:6 Punkte. Bis auf die Partien gegen BSV Sachsen Zwickau II und bei der HV Chemnitz-Zweiten, die unverständlich schlecht verlaufen sind, haben wir sehr gut gespielt. Wir haben in der Rückrunde nicht mehr so viel zwischen unseren beiden Teams hin und hergewechselt und das Doppelspiel auf Mindestmaß reduziert. Unsere Teamleistung war dadurch konstanter. Zum Glück gab es auch wenig Verletzte. Wir können mit dem Abschneiden unserer beiden Frauenteams voll und ganz zufrieden sein. Dass wir mit dem kleinen Kader in der Verbands- und Sachsenliga bestanden haben, war schon ein super Ergebnis. Wir haben unseren treuen Fans überwiegend interessante und gute Spiele geboten.

Ein besonderer Dank meinerseits geht an die Spielerinnen, die über 30 Einsätze vorzuweisen hatten. Sie mussten manchmal an einem Wochenende zweimal auswärts ran. Ich habe mich darüber sehr über diese Unterstützung für mich gefreut. Das hat meine vollste Anerkennung verdient. Aber auch bei allen anderen, die sich bereit erklärt hatten, in beiden Teams zu spielen und so zu zusätzlichen Einsätzen kamen, sowie bei allen, die zu unserem guten Ergebnis beigetragen haben, bedanke ich mich sehr. Denn auch sie haben sich mit vorbildlichem und hervorragendem Einsatz für den Verein eingebracht.“

Dass trotz aller personellen Probleme ein sehr guter 5. Platz in der höchsten Spielklasse Sachsens vom Aushängeschild des Vereins erreicht wurde, spricht für die Sieben und für die vorbildliche Arbeit von Trainer Stefan Süßmilch und seiner Unterstützer. Die Erste wurde bestplatzierte Frauenhandballmannschaft des Erzgebirgskreises in der Sachsenliga.

„Dafür haben sich alle Beteiligten, die dabei immer an ihre Belastungsgrenze gegangen sind, sehr guten Teamgeist zeigten und Privates zurückstellten, den herzlichen Dank unseres Vorstandes und auch bestimmt die Anerkennung der Fans redlich verdient. Hierfür kann ich nur den Hut ziehen und alle haben sich ein großes Lob auch meinerseits verdient“, ergänzte unser Präsident Karlgeorg Frank.

Statistik der Sachsenliga-Saison 2018/2019:
Trainer: Stefan Süßmilch,
Torhüterinnen Übungsleiter: Frank Reimann,
Teamleiterin: Silke Heft

Fünfter der Sachsenliga, 22 Punktspiele, 1 Pokalspiel
13 Siege, 0 Remis, 9 Niederlagen, 26:18 Pkt. 679:563Tore,
drittbester Angriff, viertbeste Abwehr,

höchster Heimsieg: 45:21-SCM II (H),
höchster Auswärtssieg: 48:23 Radeberger SV,
höchste Heimniederlagen: 21:29:SV Schneeberg
höchste Auswärtsniederlage HC L II 18:31,
ein Pokalspiel: 25:26 verloren beim HC Glauchau-Meerane

4 Torhüterinnen und 12 Feldspielerinnen kamen in der 4. Sachsenliga-Saison zu Einsätzen,
wovon 11 HSV-Eigengewächse waren.

Nur Emily Mehlhorn war bei allen 22 Punkt- und dem Pokalspiel dabei.
In allen Punktspielen spielte nur noch Kristin Tippmann-Wendrock.

Ioana Anna-Maria Pocris belegte Rang Zwei in der Torschützenliste der Liga mit 160/43 Toren

Zu Einsätzen in der Sachsenliga-Sieben der Saison 2018/19 kamen:
(Reihenfolge nach Anzahl der Einsätze)
Torhüterinnen: Nadine Werner (20M/1/0T+1 P), Laura Monse (18M/ 0/0/+1P), Julia Kluge (3M/0/0T), Anna-Lea Schönherr (2M/ 0/0T)
Feld: Emily Mehlhorn (22 M/91/6T/+1P), Kristin Tippmann-Wendrock (22 M/24/0T), Nadine Seidel (21 M/ 42/0T/+1P), Ioana Anna-Maria Pocris (20 M/ 160/43T/+1P), Vivian Dresel (20 M/112/29 T/+1P), Leonie Tinney(20 M/ 85/0T/+1P), Stefanie Gaitzsch (20 M/81/0T/+1P), Sylke Sowa (19 M/56/0 T/+1P), Frenzi Heft (15M/18/0 T/+1P), Lena Müller (6 M/ 4/0T/+1P), Celina Uhlmann (1 M/0/0T), Michelle Schmähling(1 M/0/0T),

Erklärungen:
M = Anzahl der Meisterschaftsspiele
T= Anzahl der Tore/ davon Siebenmeter
P= Anzahl der Pokalspiele

Karlgeorg Frank