Info: Vorstellung der neuen Trainerin

HSV-Frauenteams starten mit neuer Trainerin in die neue Saison
Lucie Hribova übernimmt das Amt vom ehemaligen Trainer Stefan Süßmilch

Nachdem der verdienstvolle Trainer der beiden Frauenmannschaften des HSV Stefan Süßmilch würdig und nach sechs- und vierjähriger Trainertätigkeit in Folge verabschiedet wurde, tritt mit Lucie Hribova sein ehemaliger Schützling die Nachfolge an. Sie war bis zur Beendigung ihrer Karriere eine langjährige Leistungsträgerin der 1. Frauenmannschaft. Sie wurde unter Stefan Süßmilch u.a. 2011/12 Vizemeister der MDO.

Die neue Trainerin Lucie Hribova (mitte) mit Stephanie Gaitsch (links) und Leonie Tinney

Bevor die auf allen Rückraumpositionen einsetzbare 1,77 m große Lucie Hribova ihr Debüt in der Saison 2010/11 beim HSV gab, hatte sie bereits sportliche Erfolge erreicht. Davon konnten Marienberger Spielerinnen nur träumen. Sie wurde 1994 U18-Vize-Europameisterin, 2000 CZ-Meister (Slavia Prag), 2001 Österreichischer Meister (Hypo), 2002 CL-Teilnahme (Hypo), 2005 EHF-Cup-Teilnahme und spielte 2008-10 in der Regionalliga und der 2. Bundesliga beim SC Riesa.

2015/16 wurde sie nach sechsjähriger erfolgreicher Zugehörigkeit zur HSV-Ersten verabschiedet. Vorher wurde sie mit der HSV-Sieben Meister der Mitteldeutschen Oberliga und schaffte den Aufstieg in die 3. Liga. Dort konnte sie mit ihrem Team als bestes Frauenhandballteam des Erzgebirgskreises Rang Drei und Fünf erspielen. 2016/17 war sie nur manchmal als Zuschauerin am Goldkindstein zu Gast und widmete sich ihrer Familie.

Als es in der Saison 2017/18 Ausfälle und Verletzungen von Leistungsträgerinnen bei den HSV- Damen gab, half sie nach kurzer Anfrage noch einmal aus. Sie stellte sich mannschaftsdienlich zur Verfügung und gab am 10. Spieltag ihr Debüt. Insgesamt kam sie noch auf sieben weitere Einsätze. Dabei war sie maßgeblich am Sensationssieg ihres Teams beim damaligen Sachsenmeister HSG Neudorf/Döbeln beteiligt. Dank ihrer sehr guten Leistungen gewann sie mit ihrem Team die Bronzemedaille in der Sachsenliga und beendete damit vorerst (?) ihre aktive Laufbahn beim HSV.

Ob sie selbst noch einmal als Spielertrainerin bei akuter Personalnot einspringt, ist möglich. Bei Beachhandball-Turnieren in Tschechien war sie zuletzt wieder aktiv am Ball. Sie ist durch ihre Fitness immer noch in der Lage im HSV-Team mitzuspielen. Sie will sich aber voll auf ihr Traineramt fokussieren, so dass ein aktiver Einsatz nicht geplant ist. Die in Dresden wohnhafte, verheiratete 42-jährige Mutter eines Sohnes hat in Tschechien ihre C-Lizenz abgelegt und trainiert beim HSV Dresden die G-Jugend. Seitdem Stefan Süßmilch verabschiedet wurde, ist sie nun als Trainerin der beiden Frauenmannschaften tätig und bereitet die beiden mit vielen jungen Spielerinnen bestehenden Teams auf die neue Saison 2019/20 akribisch vor.

„Weil ich leider kein einziges Spiel in den letzten 2 Jahren von der Zweiten gesehen habe, kenne ich das Niveau der Verbandsliga nicht. Trotzdem möchte ich mit der Zweiten auf alle Fälle nicht absteigen. Dort will ich perspektivisch die jungen Leute in die Mannschaft integrieren und ihnen viele Spielmöglichkeiten geben. Dabei können sie Erfahrung sammeln und vielleicht den Sprung in die Erste schaffen.

Mit der Ersten möchte ich schon vorne mitmischen. Schade ist, dass Marcela Splechtova leider verletzungsbedingt ausfallen wird. Aber ich hoffe, dass wir damit klarkommen. Die Mannschaft ist gut und ich werde versuchen, die vorhandenen guten Fähigkeiten der Mädels weiter auszubauen“, blickt die neue Trainerin auf die anstehende Saison voraus. Der Vorstand des HSV 1956 Marienberg wünscht Lucie Hribova viel Erfolg bei ihrem Debüt als Trainerin mit den Sachsen- und Verbandsligateams des Vereins.

Karlgeorg Frank