F1: Auswärtssieg beim Spitzenreiter

HSV-Erste stürzt den Spitzenreiter vom Thron
Sachsenliga: SC Hoyerswerda – HSV 1956 Marienberg 27:33 (Hz 12:17)

Den Spielerinnen der 1. Mannschaft des HSV ist im 2. Auswärtsspiel der neuen Saison der 1. Sieg gelungen. Die Sieben gewann, nach dem Spielverlauf betrachtet, verdient beim bisherigen Spitzenreiter SC Hoyerswerda mit 33:27. Der dabei als Favorit ins Rennen gegangene gastgebende Oberliga-Absteiger kam nur zweimal während der Partie zum Ausgleich (1:1/2:2) und lag sonst immer zurück.

Mit neuen Treffern war Leonie Tinney (71) in Hoyerswerda die erfolgreichste Werferin auf Seiten des HSV

Der SC Hoyerswerda forderte die Bergstädterinnen voll und ganz. „Den schönen Erfolg haben wir nur erreicht, weil unsere Mannschaft eine sehr starke Leistung gezeigt hat. Es war von beiden Seiten ein hart, aber nicht unfair geführtes Spiel. Dabei gab es hüben wie drüben einige Zeitstrafen. In der Abwehr standen wir ordentlich und haben gut zugepackt. Wir haben dabei nicht fehlerfrei gespielt.

Die beiden starken Rechten und Linken Rückraumwerferinnen haben uns einige Schwierigkeiten bereitet. Der Spielverlauf hätte aber auch anders sein können, hätte der Gegner am Anfang besser geworfen und seine Chancen genutzt“, resümierte die logischerweise mit dem Sieg sehr zufriedene Trainerin Lucie Hribova.

Ihr Team führte nach 14 Minuten mit 9:5 und zur Pause etwas beruhigend mit 17:12. Dass so ein Vorsprung beim Handball keinesfalls eine Siegesgarantie ist, wurde beim 18:15 (38.) deutlich. Dabei roch der Spitzenreiter Morgenluft.

In der Folge zogen die Erzgebirgerinnen bis zum 24:17 (40.) davon. Sie ließen den SC nur noch dreimal (21:26/23:28/24:29(53.) auf fünf Tore herankommen. Der Sieg konnte clever über die Runden. gebracht werden. „Die Mädels haben umgesetzt was ich wollte. Das hieß schnell nach vorn spielen. Wenn das keinen Erfolg bringt, dann abbrechen und in Ruhe das Angriffsspiel vorbereiten.

Es war ein ordentliches Spiel und eine gute Leistung von allen neuen Spielerinnen, die zum Einsatz gekommen sind. Ich finde es aber wichtig, dass auch Nachwuchsspielerinnen oder Aktive unserer Zweiten bei solchen Partien auf der Bank mit dabei sind. Auch wenn sie nicht aktiv zum Einsatz kommen, können sie dabei viel lernen. Wir waren diesmal der glücklichere Sieger“, ergänzte Lucie Hribova bei ihrem 1. Auswärtssieg als neue HSV-Trainerin.

Die Torschützenbesten des Tages waren beim HSV Leonie Tinney (9) und Ioana Pocris (8/2) sowie Laura Rosemann (12/5) beim SC Hoyerswerda.

HSV spielte mit:
Nadine Werner, Laura Monse, Anna-Lea Schönherr (Tor), Emma Bielawny (2), Kristin Tippmann-Wendrock (1), Ioana Pocris (8/2), Celina Uhlmann, Michelle Schmähling, Leonie Tinney (9), Anne-Katrin Weingardt (7), Vivian Dresel (6/1), Lena Roscher

Bilder vom Spiel

Siebenmeter: HSV 5/3/Hoyerswerda 6/5
Zeitstrafen: HSV 6, Hoyerswerda 5

Karlgeorg Frank