F1: Handballkrimi mit Happyend für den HSV

Punkte bleiben nach spannendem Spiel in Marienberg
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg – SV Rotation Weißenborn 26:24 (Hz.15:13)

Die trotz des ungewöhnlichen Sonntag-Spieltages erschienen Handballfans bekamen einen sehenswerten, hochdramatischen und spannenden Handballkrimi geboten. Das HSV-Team bezwang im Sachsenliga-Bezirksderby mit einer sehr guten Teamleistung den spielstarken Vorjahresdritten SV Rotation Weißenborn knapp, aber nach dem Spielverlauf betrachtet, verdient mit 26:24 (Hz:15:13).

Mit neun Treffern war Vivian Dresel (73) Torschützenbeste des Tages. In der spielentscheidenden Phase gelangen ihr drei wichtige Treffer in Folge

Mit 6:2 Punkten sind die Bergstädterinnen damit hinter dem Spitzenreiter HV Chemnitz II (8:0 Pkt.) Tabellenzweiter. Weißenborn ist vorerst auf den 9. Platz (3:5 Pkt.) zurückgefallen. Dieser tabellarische Unterschied war aber während des Derbys nicht zu sehen. Beide spielten auf Augenhöhe. Das zeigt auch, wie ausgeglichen und gut besetzt die diesjährige Sachsenliga ist.

Rotation führte nur einmal (1:0) und konnte nur zweimal (1:1/ und 23:23/58.) ausgleichen. Sonst lagen sie mit 1 bis 5 Toren zurück. Der angestrebte Heimsieg hing während der Partie immer an einem seidenen Faden. Nur beim 9:4 (15.) sah es gut aus. Zur Pause (15:13) waren die Gäste wieder in Reichweite herankommen.

In der 58. Minute schaffte Weißenborn den Anschluss- und beim 23:23 den Ausgleichstreffer. Das Derby begann von vorn. Mit drei Treffern in Folge gelang Vivian Dresel ein kleines Meisterstück. Die HSV-Torschützenbeste des Tages sorgte mit den Treffern zum lautstark umjubelten Sieg vor heimischer Kulisse.

Sie verwandelte erst einen Siebenmeter zum 24:23 und traf zum 25:23 (58:59.). Nach dem Anschlusstreffer der Gäste (25:24/59:16. Min) fing sie einen Ball ab und verwandelte den Konter acht Sekunden vor Schluss zum entscheidenden 26:24.

„Der Gegner hat uns nicht gelegen. Seine intelligente Spielweise besonders in der Abwehr bereitete u8ns so manches Problem. Wir standen falsch und haben die Lücken nicht zugemacht. Unsere Abwehrabteilung hat die beiden Torhüterinnen nicht wie gewohnt unterstützt. Viel Kraft war notwendig, um die Abwehr der Gäste zu überwinden und Tore zu erzielen. Leider vergaben wir auch viele gute Torchancen“, resümierte Trainerin Lucie Hribova.

Ergänzend meinte Sie: „Es war diesmal nicht die sehr gute Leistung, die wir letzte Woche abgerufen hatten. Dies ist ein Signal für mich. Wir müssen weiter trainieren, um eine Konstanz in unserem Spielniveau zu erhalten. Zum Glück gab es einen Sieg. Damit bin ich erst einmal sehr zufrieden. Alle kämpften sehr gut und erhielten ihre Einsatzchancen. Herausheben möchte ich niemand. Ich mache das ungern. Wir gewinnen oder verlieren als Team“.

Die HSV-Fans kamen voll auf ihre Kosten. Frank Reimann zelebrierte mit ihnen seine Dankes-Zeremonie, die es bei schwer erkämpften Siegen immer gibt. Sophie Zeller (7/2) wurde ihrer Torjägerinnenrolle gerecht und war die Torschützenbeste des Tages bei den Gästen.

Bilder vom Spiel

HSV spielte mit:
Nadine Werner, Laura Monse, Anna-Lea Schönherr (Tor), Sylke Sowa (1), Emma Bielawny (1), Kristin Tippmann-Wendrock (1), Ioana Anna-Maria Pocris (3/1), Lena Müller, Celina Uhlmann, Leonie Tinney (6), Anne-Katrin Weingardt (2), Vivian Dresel (9/2), Frenzi Heft (3)

Siebenmeter: HSV 4/2/ Rotation 3/2
Zeitstrafen: HSV 3, Rotation 3.

Karlgeorg Frank