F2: Nach der Pause von der Rolle

Deutlichere Klatsche konnte noch verhindert werden
Verbandsliga: HSV 1956 Marienberg II – TuS Leipzig-Mockau 19:28 (Hz.10:13)

Beim 2. Heimspiel der neuen Saison musste sich die 2. Mannschaft gegen die spielstarke TuS Leipzig-Mockau unerwartet deutlich, mit 19:28 geschlagen geben. Die personell eigentlich gut besetzte Zweite, in der auch Trainerin Lucie Hribova mit auflief, konnte leider nicht an die gute Heimspielleistung gegen Burgstädt anknüpfen. Das erneut neu formierte Team startete super (3:0/4.) und spielte bis zum 6:6 (21.) und bis zum 9:9 (26.Min.) total auf Augenhöhe mit. Selbst beim 10:13 Pausenrückstand war noch nichts verloren. Alle Fans hofften auf eine mögliche Wende.

Nach dem Wiederanpfiff kam die HSV-Sieben total von der Rolle. Die Gäste zogen mit einem Zwischenspurt zum 19:13 (43.) davon. Obwohl Marcela Splechtova als Steuerfrau von der Bank gemeinsam mit ihrer Spielertrainerin viele personelle Wechsel durchführte, änderte sich nichts. Es wurde nichts besser. Serienweise wurden Chancen vergeben, viele technische Fehler passierten, angesagte Spielzüge führten sogar zu Gegentoren oder verpufften.

Selbst die Abwehr war zu löchrig, während die der TuS super stand. Die an diesem Tag spielerisch deutlich besseren und enorm druckvoll spielenden Gäste bestraften diese Fehler und zogen zehn Minuten vor Schluss mit 26:14 davon. Es drohte eine sehr deutliche Klatsche. Noch einmal bäumte sich die durchweg total unter ihren Möglichkeiten und sehr gehemmt spielende HSV-Sieben auf.

Dass sie sich noch einmal aufbäumte und die Niederlage einigermaßen in Grenzen halten konnte, war das Positive der verkorksten Partie. Total unzufrieden und mit hängenden Köpfen verließen die HSV-Spielerinnen die Halle.

„Es war heute keine optimale Leistung von uns. Wir haben uns nach meiner Schätzung über 25 Fehlwürfe geleistet. Es war teilweise wie verhext. Unsere Körpersprache hat es eigentlich gezeigt, denn wir waren nach der Pause nicht mit dem notwendigen Selbstvertrauen auf der Platte.

Gekämpft haben alle zwar sehr gut, aber spielerisch lief es absolut nicht rund. Dass wir es viel besser können, bewiesen wir zuletzt. Daran müssen wir anknüpfen, aus den begangenen Fehlern lernen und uns auf das nächste wichtige Spiel voll konzentrieren“, meinte die diesmal logischerweise nicht zufriedene Spielertrainerin.

Die Torschützenbesten des Tages waren beim HSV Leonie Tinney (8/1) und Anne Kunath (8T) bei den Gästen.

HSV II spielte mit:
Anna-Lea Schönherr (Tor), Sylke Sowa (1), Sophie Heinrich, Michelle Schmähling (1), Celina Uhlmann (1), Emma Bielawny (2), Lena Müller (1), Lucie Hribova (3/1), Leonie Tinney (8/1), Frenzi Heft (2), Lena Roscher

Siebenmeter: HSVII 2/2/ TuS 2/0
Zeitstrafen: HSVII 2, TuS 4

Karlgeorg Frank