F1: Handball Krimi am „Goldkindstein“

Knapper Sieg im Sachsenliga-Bezirksderby
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg – BSV Sachsen Zwickau II 29:26 (Hz.14:12)

Die Sachsenliga Frauen des HSV boten den zahlreichen Handballfans ein mit Spannung geladenes Spiel gegen die Reserve des BSV Sachsen Zwickau. In dem Sachsenliga-Bezirksderby gelange es dem HSV-Team einen Krimi mit Happy End abzuschließen. Am Ende leuchtete ein 29:26 auf der Anzeigetafel, was von den Fans bejubelt wurde.

Ioana Pocris (94) hatte mit ihren acht Treffern einen maßgeblichen Anteil am Erfolg des HSV

Wie schon in der Vorwoche gegen Weißenborn begannen die Marienbergerinnen super. Sie führten nach 15 Minuten mit 10:3 und lagen auch beim 14:6 (26.) voll im Plan. „Danach haben wir viele leichte und vermeidbare Fehler gemacht. Die Aufmerksamkeit und Konzentration fehlte in dieser Phase. Dadurch haben wir den Gegner bis zur Pause zum 12:14 herankommen lassen“, schilderte Trainerin Lucie Hribova die Schwächephase ihrer Sieben.

Der Start in die 2. Spielhälfte gelang ihrem Team (19:15 37.) (20:16 39.) und es führte bis zur 44. Minute (22:21) immer. Als die sich nie aufgebenden spielstarken Gäste zum 22:22 (45.) herankamen und als es danach zweimal Remis stand (23:23 50., 24:24 52.), wurde es ein Krimi. Leider musste dabei noch die diesmal sehr torgefährlich spielende (5 T) Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock verletzungsbedingt raus.

„Wir haben in diesem Spielabschnitt wieder viele Bälle verloren. Die schnellen Gäste bestraften das eiskalt mit Gegenstoßtoren. In der Abwehr standen wir nicht schlecht, aber trotzdem fanden die Gäste immer eine Lücke“, meinte die Trainerin zu dieser kniffligen Phase. Die Partie drohte zu kippen. Zwei Tore durch Anne-Katrin Weingardt (25:24/ und 27:24/57.) und ein verwandelter Siebenmeter der HSV-Torschützenbesten des Tages, Ioana Pocris (8/4T), zum 26:24 brachten die Bergstädterinnen in die Spur.

Routinier Sylke Sowa, die diesmal kein Tor erzielte, hatte diesen und mehrere Siebenmeter in einsatzstarker, akrobatischer Manier herausgeholt. Sie konnte nur mit Fouls am Torerfolg gehindert werden. Als beim 27:25 (58:10 Min.) ein Siebenmeter für den HSV nicht verwandelt werden konnte, hing der Sieg an einem seidenen Faden. Torhüterin Nadine Werner parierte im Gegenzug sehr gut. Der schon vorher verwarnte Gästetrainer erhielt danach (58:46.) wegen weiteren Meckerns eine Zeitstrafe.

Anne-Katrin Weingardt stellte beim 28:25 (59:02 Min.) den Sieg endgültig sicher. „Es war wie erwartet ein hartes Spiel für uns. Wir haben aber diese Aufgabe gut erfüllt. Das Ergebnis ist knapp ausgefallen, weil wir heute zu viele technische Fehler machten. Am Ende war es ein glücklicher Sieg, der aber vom Spielverlauf betrachtet, denke ich, verdient war. Wir haben ja die meiste Zeit geführt.

Dass wir nach den Ausgleichstreffern zurück in die Spur fanden, zeigt die Stärke unserer Mannschaft. Momentan ist sie in der Lage in so einer Phase Verantwortung zu übernehmen und das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Das freut mich sehr. Ich war mit der Teamleistung bis auf die kritischen Phasen sehr zufrieden“, resümierte Lucie Hribova.

Die beste Werferin bei den Gästen war die wieselflinke Lea Weise mit 11 Treffern. Mit 8:2 Punkten geht das HSV-Team als Tabellenzweiter hinter dem HV Chemnitz II (10:0Pkt.) und vor dem HC Leipzig II (ein Spiel weniger 7:1 Pkt.) in die Herbstferienpause. Diese endet am 27. Oktober mit dem Sachsenpokalspiel beim Spitzenreiter HV Chemnitz II (Anwurf 14:00 Uhr/Sachsenhalle Chemnitz).
Die HSV-Sieben muss dabei auf Torhüterin Laura Monse verzichten. Sie arbeitet für ein halbes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff. Der HSV wünscht Laura alles Gute und freut sich, wenn sie wieder beim HSV spielen kann.

Bilder vom Spiel

HSV spielte mit:
Nadine Werner, Laura Monse, Sylke Sowa, Leonie Tinney (4), Emma Bielawny, Kristin Tippmann-Wendrock (5), Ioana Anna-Maria Pocris (8/4), Celina Uhlmann, Anne-Katrin Weingardt (4), Vivian Dresel (7/4), Frenzi Heft (1)

Siebenmeter: HSV 9/8/ BSV 1/1
Zeitstrafen: HSV 3, BSV 7.

Karlgeorg Frank