Vorschau: Heimspieltag am Samstag

Am bevorstehenden Wochenende tragen fünf HSV-Mannschaften ihre Begegnungen in heimischen Gefilden aus. In der Sporthalle „Am Goldkindstein“ ist die Sachsenliga-Partie der HSV-Ersten gegen den HC Hoyerswerda der sportliche Höhepunkt. Die Zuschauer bekommen auch bei den anderen Partien guten Handballsport geboten.

Das nächste Sachsenliga-Spitzenspiel steht vor der Tür
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg – SC Hoyerswerda

Im zweiten Heimspiel 2020 gibt es für die Zuschauer ein Spitzenspiel der Sachsenliga zu sehen. Am Sonnabend (25.01.) empfängt die gastgebende HSV-Sieben als Tabellenzweiter (19:5 Pkt.) den Oberliga-Absteiger und Viertplatzierten SC Hoyerswerda. Der Anwurf erfolgt um 16 Uhr in der Sporthalle „Am Goldkindstein“.

Die Gäste haben bei noch ausstehenden Spielen 14:8 Punkte auf ihrem Konto. Sie müssen noch beim Tabellenfünften HV Chemnitz II (14:10 Pkt.) und beim Letzten HSV Mölkau ran. Nach Minuspunkten betrachtet ist der Oberliga-Absteiger sogar Tabellendritter. Er musste sich zwar vergangene Woche beim heimstarken SV Rotation Weißenborn mit 22:26 geschlagen geben, aber das sollte nicht zur Unterschätzung verleiten.

Rotation als Vorjahresdritter gehört mit 15:11 Punkten zu den Medaillenkandidaten. Hoyerswerda hat mit Betty Kulke die aktuell sechstbeste Torschützin der Liga in ihren Reihen. Bei ihren neun Spieleinsätzen kommt sie auf einen Durchschnitt von 8,44 Toren, was dem drittbesten Wert in dieser Statistik entspricht. Beim Spiel in Weißenborn war sie nur dreimal erfolgreich, wobei die Rotation-Abwehr sie scheinbar im Griff hatte.

Das sollte der HSV-Abwehr gelingen, wenn man Betty Kulke besonderes Augenmerk schenkt. Im Hinspiel gelang der HSV-Ersten ein sicherer 33:27 Erfolg. Für Trainerin Lucie Hribova war das ihr erster Auswärtssieg als Verantwortliche. Dass sie auch zuhause mit ihrer Sieben gegen den SC erfolgreich sein möchte, dürfte klar sein. Ihr Team ist bisher zuhause noch ungeschlagen.

„Hoyerswerda als ein ganz starker Gegner wird uns alles abverlangen. Wir werden uns intensiv auf das schwere Spiel vorbereiten müssen. Ich hoffe, dass unsere Spielerinnen aus dem schwachen Spiel beim Burgstädter HC das Positive mitnehmen und gegen den HC anders auftreten. Es wird auf alle Fälle kein Spaziergang, sondern die Gäste werden uns genauso fordern wie zuletzt die HV C-Zweite. Wir dürfen uns nicht viele Fehler leisten und alle müssen so gut kämpfen wie gegen Chemnitz. Es wäre sehr schön, wenn wir viele Fans begrüßen könnten, die für gute Heimspielatmosphäre sorgen und uns den notwendigen Rückhalt geben“, wünscht sich Lucie Hribova. Sie hofft auch, dass die Zuschauer ein sehenswertes Sachsenliga- Punktspiel geboten bekommen.

Erfolgsaussichten nicht nach dem Tabellenstand betrachten
Verbandsliga: HSV 1956 Marienberg II – SV Turbine Leipzig

Nach dem knappen 22:21 Sieg der 2. Frauenmannschaft des HSV beim Burgstädter HC steht die Sieben auf einem sehr guten 5. Platz. Zu diesem guten Zwischenstand kam es auch, weil durch die Winterpause Spielerinnen der HSV-Ersten beim Spiel bei Turbine Leipzig (23:23) und gegen Burgstädt mitspielen und für Verstärkung sorgten.

Leider wurde diese Möglichkeit von einigen Burgstädtern bei ihrem Facebook-Eintrag auf der HSV-Seite als Unsportlichkeit bezeichnet. Das weisen der HSV deutlich zurück, denn man hatte aus Personalgründen um Verlegung des Spieles gebeten. Da aber Burgstädt Schwierigkeiten hatte, dem Anliegen nachzukommen, einigte sich der HSV auf Anraten des Spielwartes mit dem HSV Mölkau die Sachsenliga-Partie zu verlegen. Dadurch konnten Spielerinnen der HSV-Ersten gegen Burgstädt mitspielen. Dies wäre bei einer Zustimmung der Verlegung seitens des HC nicht möglich gewesen.

Die HSV-Zweite hat keineswegs den angestrebten Klassenerhalt gesichert. Logischerweise wurden die Einsatzmöglichkeiten von Spielerinnen der Ersten gegen Burgstädt genutzt. So hat es die SG Riesa/Oschatz im Spiel gegen die HSV-Zweite gemacht. Damit muss man immer bei Spielen gegen Reserveteams rechnen. Das ist keine Unsportlichkeit, sondern eine regelgerechte Auslegung der Spielordnung. Unsportliches Verhalten ist dagegen, wenn HSV-Spielerinnen von einigen Burgstädter Zuschauern währen der Partie mit unsportlichen Zurufen und sogar am Schluss mit sehr bedrohlichen Äußerungen unfair beschimpft werden.

Dass Lena Müller grob gefoult wurde und sogar krankgeschrieben werden musste, war sehr bedauerlich. Da ihr die Spielerinnen des Burgstädter HC gute Besserung und schnelle Genesung gewünscht haben und sich auch von den unschönen Äußerungen von den Rängen distanziert haben, hoffen wir, dass die nächsten Partien gegeneinander in sportlich fairer Atmosphäre verlaufen. Mit dem Burgstädter HC harmonierten wir bisher gut.

Am kommenden Sonnabend gastiert bei der HSV-Zweiten (Anwurf 18:15 Uhr) der Tabellensiebte SV Turbine Leipzig. Bei einem Spiel weniger haben sie10:14 Punkte auf dem Konto. Danach sollte man die Gäste jedoch nicht ein- oder gar unterschätzen. Zuletzt verloren sie beim Tabellenzweiten TUS Mockau mit 26:35. Bis dahin haben sie sich ständig verbessert gezeigt. Mit Josephine Kraus haben sie die derzeit Neuntbeste der Torschützenliste in ihren Reihen. Antje Conrad, die im Hinspiel neun Treffer erzielte, ist eine weitere gute Torjägerin.

„Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns. Erst am Vortag steht fest, wer alles bei uns auflaufen wird. Dass wir trotzdem immer das bestmögliche Ergebnis erreichen wollen, ist auch klar. Ob es uns gelingt, wird man sehen“, blickt HSV-Trainerin Lucie Hribova mit gemischten Gefühlen auf die Partie voraus.

HSV-Kreisliga-B-Jugend empfängt Tabellennachbarn

Das Team um HSV-Vizepräsident und Trainer Thomas Ehnert landete als Tabellenachter zuletzt gegen den Letzten, den Geringswalder HV, den erhofften Sieg. Mit einem 23:5 fiel der Sieg recht hoch aus. Dabei gelangen den Jugendlichen gute Aktionen. Dies sollte allen Auftrieb für die noch anstehenden Spiele der Rückrunde geben.

Am kommenden Sonnabend steht der HSV-Sieben (Anwurf 14:00 Uhr) als Achter (8:12Pkt.) gegen den Tabellennachbarn Burgstädter HC (10:12 Pkt.) eine deutlich schwerere Aufgabe wie gegen Geringswalde bevor. Im Hinspiel haben die HSV-Jugendlichen beim HC mit 13:23 deutlich verloren. Vielleicht gelingt diesmal ein besseres Ergebnis.

Sachsenliga-D-Jugend empfängt Tabellenzweiten

Die Handball-Mädchen um Trainer Chris Tippmann mussten sich zuletzt im Sachsenligapunktspiel als Tabellenachter beim Neunten, dem HC Hoyerswerda unglücklich mit 25:26 geschlagen geben. Der HC führte zwar bis zu den zweimaligen Gleichständen (7:7) und 25:25 immer, aber als es kurz vor Schluss Remis stand, war sogar ein Punktgewinn möglich. 22 Sekunden vor Schluss gelang den SC-Mädchen der Siegestreffer.

Am kommenden Sonnabend (25.01.20207 Anwurf 12:00 Uhr) steht die HSV-Sieben gegen den klar favorisierten Tabellenzweiten (24:2 Pkt.) SC Markranstädt vor einer unlösbaren Aufgabe. Das Hinspiel ging mit 10:41 deutlich verloren. Die jungen PIRANHAS haben zuletzt den Tabellendritten HC Leipzig mit 30:22 bezwungen. Wenn die HSV-Mädchen gegen die sehr spielstarken Gäste ein besseres Ergebnis wie im Hinspiel erreichen könnten, wäre es schon ein Erfolg.

Wichtiges Heimspiel der Bezirksliga-Jugend D

Die 2. D-Jugend des HSV hat ihr erstes Spiel der Bezirksmeisterschafts-Endrunde gegen den Vorrunden-Staffelsieger der Staffel 1 SV Rotation Weißenborn nach großem Kampf mit 19:18 gewonnen. Sie wurde dabei von Übungsleiterin Michelle Schmähling betreut. Am kommenden Sonnabend gastiert (Anwurf 10:10 Uhr) der Zweitplatzierte der Vorrundenstaffel 1, der VfL Waldheim bei den HSV-Mädchen.

Die Gäste haben zuletzt in Weißenborn mit 17:23 verloren und vorher gegen Raschau/Beierfeld mit 31:22 gewonnen. Um sich ihre Medaillenchance zu erhalten, wird die VfL-Sieben alles versuchen, um in Marienberg zu gewinnen. Die HSV-Mädchen um Trainer Chris Tippmann und Übungsleiterin Michelle Schmähling könnten dagegen mit einem Sieg ihre Chancen verbessern. Daher steht ein wichtiges und ein bestimmt spannendes Spiel für beide im Terminkalender.

Heimspieltag der weiblichen F-Jugend (Minis)

Die Minis des HSV verloren bei ihren letzten Heimspielen im Dezember gegen den TSV Penig 5:8 und den HV Chemnitz mit 0:8. Am kommenden Sonntag (26.01.2020) steht wieder ein Heimspielturnier an. 13:00 Uhr spielen die Minis als Tabellenachter (3:13 Pkt.) gegen den favorisierten Viertplatzierten (10:6 Pkt.) SV Grün/Weiß Niederwiesa. Auch gegen den BSV Limbach-Oberfrohna (5. mit 10:6 Pkt.) sind die HSV-Minis um Übungsleiterin Dana Dresel in einer Außenseiterrolle. (Anwurf 15:00 Uhr).

Erschwerend für die HSV-Mädchen kommt dazu, dass die meisten Teams, gegen die sie spielen, mit Mädchen und Jungen gemischt auflaufen. Dabei dominieren meistens die Jungen, so dass die erreichten Ergebnisse für die HSV-Minis trotz Niederlagen immer beachtlich sind.

Karlgeorg Frank