F1: Punkt gewonnen und verschenkt

Leistungsgerechtes Remis
Sachsenliga: SV Rotation Weißenborn – HSV 1956 Marienberg 20:20 (Hz. 10:12)

Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde verschenkte die 1. Mannschaft des HSV im Bezirksderby beim SV Rotation Weißenborn einen Punkt. Gleichzeitig gewann man aber auch einen Punkt. Bis zur letzten Sekunde hatten beide Mannschaften einen knappen Sieg in der Hand.

Eine Auszeit, genommen von Trainerin Lucie Hribova (B), brachte nicht die erhoffte Wirkung. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 20:20.

Der Spielverlauf ähnelte dem der verlorenen Vorwochen-Partie gegen Hoyerswerda. Nach gutem Start (3:1) und zweimaligen Gleichständen (3:3/4:4) bauten die Bergstädterinnen ihre Führung zum 9:5 und 10:6 aus. Sie gingen mit einer 12:10 Führung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff starteten sie hoffnungsvoll und gingen mit fünf Toren (15:10/34.) in Front. Beim 15:11 sah es auch noch gut aus. „Danach habe ich graue Haare bekommen. Während einer Zeitstrafe gegen uns haben wir zwei Tore und den Anschlusstreffer 14:15 kassiert. Auch meine Auszeit brachte uns nicht in die Spur. Wir kassierten den Ausgleich und Weißenborn ging sogar mit 16:15 (42.) in Führung“, meinte HSV-Trainerin Lucie Hribova zur Schwächephase ihrer Sieben.

Ioana Pocris erzielte zweimal den Ausgleich (16:16/17:17) und brachte ihr Team mit 18:17 (48.) in Front. Leider gelang den Gästen in der Folge acht Minuten kein Tor. Die Heimsieben nutzte diese Ladehemmung und ging mit 20:18 (53. Min.) in Führung. Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock erzielte den wichtigen Anschluss- und die HSV-Torschützenbeste des Tages Marcela Splechtova den Ausgleichstreffer zum 20:20.

Danach standen noch 3:20 Minuten auf der Uhr. Beide Teams hatten die Chance, den Siegtreffer zu landen. Der Rotation-Trainer nahm noch eine Auszeit (56:46), um seine Sieben in die Spur zu bringen. Beide Abwehrreihen dominierten jedoch, so dass es beim Remis blieb.

Das Duell der beiden Führenden in der Torschützenbestenliste zwischen Sophie Zeller und Vivian Dresel ging knapp an die Erstere. Sie traf fünf- und Letztere viermal.

„Wir haben uns zu viele technische Fehler geleistet. Auch unsere Chancenverwertung war nicht gut. Das war sehr schade. Aber eigentlich bin ich mit dem Punktgewinn zufrieden. Das hätte auch schief gehen können, denn Weißenborn war in der letzten Minute im Angriff. Es war auch möglich, ohne Punkt im Gepäck heim fahren zu müssen.

Nach der Niederlage gegen Hoyerswerda hat uns der Punktgewinn gutgetan. Gekämpft haben alle gut, aber spielerisch gab es Höhen und Tiefen. Die Fans sahen ein sehenswertes spannendes Spiel. Meiner Meinung war das Unentschieden leistungsgerecht. Als Trainerin war es ein stressiges Derby, wobei mein Herz schneller als gewohnt ging. Beide Teams haben einen Punkt gewonnen“, meinte die HSV-Trainerin ergänzend.

Mit 20:8 Punkten ist ihr Team weiterhin Zweiter. Weißenborn mit 16:14 Punkten könnte dagegen den 5.Platz nach Beendigung des Spieltages noch einbüßen.

Bilder vom Spiel

HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa (1), Emma Bielawny (1), Michelle Schmähling, Alisa Günther, Kristin Tippmann-Wendrock (2), Marcela Splechtova (7), Ioana Pocris (5), Vivian Dresel (4), Leah-Marie Hennig

Siebenmeter: HSV 1/0/ SV 1/0
Zeitstrafen: HSV 4, SV 2

Karlgeorg Frank