F1: HSV-Sieben erreicht Halbfinale im HVS-Landskron-Pokal

Hart umkämpftes und schweres Spiel in Dresden
Viertelfinale: SF 01 Dresden -Nord – HSV 1956 Marienberg 15:19 (Hz. 8:8)

Mit einem schwer erkämpften 19:15 Sieg beim SF 01 Dresden-Nord erreichte die HSV-Sieben zum 6. Mal in der Marienberger Handballgeschichte ein Pokal-Halbfinale. Bevor dieser erhoffte und angestrebte Erfolg feststand, musste sich der Tabellenzweite der Sachsenliga allerdings mächtig ins Zeug legen.

Auch wenn das Spiel in Dresden nicht ganz so einfach war, konnten sich alle Spielerinnen über den Einzug ins Halbfinale des Pokalwettbewerbes freuen. Ende gut alles gut…

Die Sportfreunde 01 gingen mit 3:1 in Führung und spielten bis zum 8:8 Pausenstand überraschend auf Augenhöhe mit. „Wir haben es uns bis dahin selbst schwer gemacht. In der Abwehr standen wir nicht konsequent genug und im Angriff vergaben wir zu viele Chancen.“ meinte die als Spielertrainerin agierende Marcela Splechtova.

Ihre Spielerinnen hatten große Probleme, da es keinen Haftmitteleinsatz gab. Dieser Tatsache geschuldet gingen möglicherweise viele Siebenmeter daneben. Der Pfosten der Gastgeber stand auch einige Male im Wege. „Es hat aber auch die notwendige Konzentration gefehlt. Eine Entschuldigung für ein schwaches Spiel sollte das nicht sein. Eigentlich sind wir erfahren genug, um mit solchen Situationen zurechtzukommen. Die Dresdnerinnen spielten geduldig. Sie hatten als Außenseiter auch nichts zu verlieren“, fügte Spielertrainerin Marcela Splechtova hinzu.

Der Start nach der Pause verlief besser. Die Bergstädterinnen setzten sich mit 14:12 und 16:12 endlich etwas ab. Ohne dass damit der Sieg im Kasten war. „In der 2. Halbzeit haben wir dominiert. Wir haben versucht, schnell nach vorn zu spielen, was uns dann auch gelang. Damit konnten wir uns mit 5 Toren (17:12) absetzen. Ich muss allen ein großes Lob aussprechen, weil alle miteinander sehr gut gekämpft haben und nie aufgaben. Keine hat sich durch unsere schwache 1. Halbzeit herunterziehen lassen.

Jetzt wissen wir auch, dass wir ohne Haftmittel nicht richtig gefährlich werden können. Wir müssen richtig in die Lücken gehen und den Abschluss vom Kreis suchen. Dabei hat man den Ball besser unter Kontrolle. Wir haben unseren Fans zwar kein gutes Spiel geboten, aber Hauptsache gewonnen“, resümierte eine letztlich zufriedene Marcela Splechtova.

Sie musste sich nach 20 Minuten einwechseln. Bei einer sicheren Führung konnte sie 10 Minuten vor Schluss ihr agieren beruhigt beenden. Bei ihrer schwierigen Doppelfunktion wurde sie von den erfahrenen Mitspielerinnen gut unterstützt.

In der Schlussphase erhielten sogar die drei HSV-Neulinge (Alisa Günther, Kristin Seidel und Lusienne Schubert) in diesem hart umkämpften, aber fairen Pokalspiel, ihre Einsatzchancen.

Bilder vom Spiel

HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa, Emma Bielawny, Kristin Seidel, Michelle Schmähling, Alisa Günther, Kristin Tippmann-Wendrock, Marcela Splechtova, Vivian Dresel, Lena Müller, Lusienne Schubert, Anne-Katrin Weingardt

(keine Angaben zu Torerfolgen wegen Ausfalls der Technik in Dresden)

Karlgeorg Frank