F1: Mit Kantersieg in die Spielpause

Zweiten Tabellenplatz erwartungsgemäß gefestigt
Sachsenliga: HSV Mölkau-Die Haie – HSV 1956 Marienberg 23:41 (Hz.9:20)

Nach dem Viertelfinalspiel des Vortages musste die HSV-Erste zum Nachholspiel antreten. Dabei gelang dem Team beim Tabellenletzten der Sachsenliga ein nie gefährdeter Kantersieg. Auch wenn man den Haien sehr dankbar war, dass sie den Bergstädterinnen mit der von ihnen mitgetragenen Spielverlegung einen großen Dienst erwiesen hatte, zeigten sie sich beim sportlichen Vergleich logischerweise nicht erkenntlich.

Man wollte den ersten Auswärtssieg in 2020 landen. Die zwei Punkte wären gut, wenn man weiter im Kampf um die Medaillen dabeibleiben will. Mit nunmehr 22:8 Zählern konnte der 2. Platz gefestigt werden. Die Marienbergerinnen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Nur anfangs kamen sie mit dem Haftmittelverbot nicht so zurecht.

Die Mölkauerinnen konnten daher bis zum letztmaligen Gleichstand (3:3/10.) und dem knappen 6:7 Rückstand (17.) durchaus auf Augenhöhe mitspielen. Danach zündeten die Bergstädterinnen endlich einen Turbo und standen sicherer in der Abwehr. Sie zogen dann mit 13:6 (22.) und 16:7 (27.) davon. Mit einer souveränen 20:9 Führung beendete man die erste Halbzeit.

„Anfangs hatten wir mit dem Ball zu kämpfen. In der Folge wurde das besser und über die 1. und 2. Welle fielen schnelle Tore. Zur Halbzeit war das Spiel eigentlich schon entschieden“, meinte die Spielertrainerin Marcela Splechtova.

Ihr Team ließ auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen. Die Führung konnte weiter ausgebaut werden (26:11/ 38.; 30:15/45.). Die HSV-Torschützenbesten des Tages waren Vivian Dresel (9/4 T) und Leah-Marie Hennig. Letztere konnte zum ersten Mal in einem Sachsenliga-Punktspiel sieben (!!) Tore erzielen. Sandra Schröder mit 10/2 Treffern erzielte für Mölkau die meisten Treffer.

„Es war trotzdem nicht leicht, bei dem großen Vorsprung die volle Konzentration in der Abwehr und im Angriff zu halten. Das klappte allerdings. Wir hatten alle viel Spaß beim Spiel. Die Haie gaben sich nie auf. Sie kämpften bis zum Abpfiff und vor allem mit fairen Mitteln um ein besseres Ergebnis. Wir kehrten ohne Verletzungen zurück. Nach dem Pokalspiel brauchte die Mannschaft wieder Selbstvertrauen. Das haben sie sich heute mit einer guten Teamleistung geholt. Jetzt ist erst einmal eine Woche trainingsfrei und etwas Entspannung angesagt. Die Spiele, die auf uns zukommen, werden alle schwer werden“, meinte eine schon vorausblickende Spielertrainerin. Logischerweise war sie diesmal sehr zufrieden.

HSV spielte mit:
Nadine Werner (Tor), Sylke Sowa (5), Emma Bielawny (4), Kristin Tippmann-Wendrock (3), Marcela Splechtova (4), Lena Müller (3), Ioana Pocris (4), Vivian Dresel (9/4), Anne-Katrin Weingardt (2), Leah-Marie Hennig (7)

Siebenmeter: HSV 4/4, Haie 4/2
Zeitstrafen: HSV 0, Haie 1

Karlgeorg Frank