F2: Platz in Verbandsliga gefestigt

Minimalteam überzeugte
Verbandsliga: VfL Waldheim 54 – HSV 1956 Marienberg II 15:24 (Hz.7:9)

Die 2. Mannschaft des HSV landete als Fünfter der Verbandsliga einen sicheren 24:15 Sieg beim Schlusslicht VfL Waldheim. Wenn man das liest liegt die Vermutung nahe, dass die HSV-Zweite ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und das locker herunterspielte. Liest man die Begleitumstände, dann war dieser Sieg keine Selbstverständlichkeit, sondern eher ein bemerkenswerter Erfolg.

Die total neu formierte HSV-Zweite trat gegen ein eingespieltes VfL-Team ohne Auswechselspielerin an. In dieser Besetzung hatte man noch nie zusammengespielt. Torhüterin Anna-Lea Schönherr musste sogar als Feldspielerin agieren. Spielertrainerin Lucie Hribova war nicht dabei und ihre Assistentin Marcela Splechtova fehlte ebenfalls. Diesen Part übernahm vertretungsweise die verletzte junge Spielerin der HSV-Ersten Leonie Tinney gemeinsam mit Teamleiterin Kerstin Schmähling.

Nach einigen Jahren Spielpause gab HSV-Eigengewächs Kristin Seidel ihr Debüt n einem Punktspiel. Mit fünf Toren hatte sie einen gelungenen Einstand. Die vom SV Tanne Thalheim gekommene Alisa Günther lief zum 2. Mal für die Zweite auf. Sie steuerte 6/2 Tore zum Sieg bei.

Den Bergstädterinnen gelang ein sehr guter Start. Sie führten mit 4:1 (13.) und mit 8:4 (21.). Zur Pause lagen sie mit 9:7 vorn. Beim 9:8 wurde es noch einmal brenzlig und Waldheim roch Morgenluft. Danach folgte eine sehr gute Phase der Gäste. Torhüterin Julia Kluge, die unter anderem vier Siebenmeter im Spiel parierte, gab ihrer Abwehr einmal mehr einen großen Rückhalt.

Im Angriff lief es rund. Die HSV-Sieben setzte sich mit 16:9 (41.) ab. Sie baute den Vorsprung zum vorentscheidenden 21:12 (52.) aus und ließ in der Folge nichts mehr anbrennen. Ihren beiden verhinderten Trainerinnen machten sie damit ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
Die meisten Tore für den HSV erzielte Celina Uhlmann, die 10 davon erzielen konnte. Torschützenbeste bei Waldheim war Janett Voss mit 8 Treffern.

„Für die Begleitumstände war das ein gutes Spiel und eine gute Teamleistung von uns. Alle haben von Anfang an sehr gut miteinander gekämpft. Wir wollten unbedingt den Sieg landen. Mit Gegenstoßtoren entschieden wir die fair verlaufene Partie für uns. Die Mädchen können mit ihrer gezeigten Leistung zufrieden sein. Ich war das auch. Wir haben uns alle über den Sieg gefreut“, resümierte Leonie Tinney, die erstmals in einer ungewohnten Tätigkeit als Aushilfstrainerin erfolgreich agierte.

Mit 18:12 Punkten festigte die HSV-Zweite ihren sehr guten 5. Platz. Am kommenden Sonnabend empfängt sie zuhause den spielstarken Tabellendritten, den Leipziger SV Südwest, zu einem weiteren Härtetest.

HSV II spielte mit:
Julia Kluge (Tor), Anna-Lea Schönherr, Kristin Seidel (5), Michelle Schmähling (1), Lena Müller (2), Celina Uhlmann (10), Alisa Günther (6/2)

Siebenmeter: HSV II 3/2 VfL 9/5
Zeitstrafen:` HSV 5, VfL 2

Karlgeorg Frank