F2: Keine Chance gegen Tabellendritten

Gäste wurden ihrer Favoritenrolle voll gerecht
Verbandsliga: HSV 1956 Marienberg II – Leipziger SV Süd/West 15:33 (Hz: 8:17)

Als Fünfter der Verbandsliga musste sich die HSV-Zweite dem Tabellendritten, Leipziger SV Süd/West, mit 15:33 geschlagen geben. Die personell stark besetzten, spielstarken Gäste, wurden dabei ihrer Favoritenrolle gegen die neu formierte, ersatzgeschwächte, HSV-Sieben gerecht. Das HSV-Team musste aus privaten und arbeitsbedingten Gründen u.a. auf ihre spielstarken Rückraumwerferinnen Frenzi Heft und Celina Uhlmann auflaufen. Auf der Bank saß nur eine Wechselspielerin.

Julia Kluge (22) verhinderte mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage. Im Foto kann sie einen Siebenmeterwurf abwehren.

In der Vorwoche konnten einige krankheits- und arbeitsbedingt nicht trainieren. Kristin Seidel bestritt erst ihr 2. Punktspiel und Lucienne Schubert gab sogar ihr Debüt für den HSV. Dass es nach so kurzer Eingewöhnungszeit in einem Team, das noch niemals so zusammengespielt hat, zu Abstimmungsproblemen in der Abwehr und im Angriff kommen musste, ist logisch.

Dies wirkte sich erwartungsgemäß auf den Spielverlauf aus. Die Gäste bestraften jeden Fehler der HSV-Sieben und boten selbst ein sehr gutes Abwehrverhalten sowie ein druckvolles Angriffsspiel. Bis zur 19. Spielminute (6:7) hielt der Außenseiter noch sehr gut mit. Danach trumpften die Gäste weiter auf und gingen mit einer 17:8 Führung in die Kabine.

Auch danach ließen sie nichts anbrennen. Sie bauten ihren Vorsprung ständig (24:11/43./28:13/50.) aus. Torhüterin Julia Kluge verhinderte mit sehr guten Paraden eine deutlichere Niederlage. Im HSV-Angriff fehlte es diesmal an der Durchschlagskraft. Viele Würfe wurden eine sichere Beute der guten Gästetorhüterinnen oder verfehlten knapp ihr Ziel. Daher gelang leider eine durchaus mögliche Ergebniskosmetik nicht.

„Trotz der Niederlage war ich mit dem Kampfgeist und der Einstellung der Mädels zufrieden. Sie haben sich nie aufgegeben und bis zuletzt um ein besseres Ergebnis gekämpft. Als auch noch Leah-Marie Hennig verletzt ausfiel, mussten alle durchspielen. Durch die oben erwähnten negativen Begleitumstände war einfach diesmal nicht viel mehr zu erreichen.

Das Ergebnis ist für mich nur zweitrangig gewesen. Die Mädels haben trotzdem vieles versucht, ihnen gelangen gute Aktionen und als Team haben sie gut geackert. Mit der gezeigten Mannschaftsleistung kann ich mich zufrieden zeigen. Wir haben das Potential, um uns zu verbessern. Das ist ausbaufähig und wir werden daran arbeiten. Wir sind weiterhin Fünfter (18:14 Punkte) und sind daher voll im Soll“, schätzte die HSV-Trainerin Lucie Hribova die Partie ein.

Bilder vom Spiel

HSV II spielte mit:
Julia Kluge (Tor), Kristin Seidel, Michelle Schmähling (3), Lena Müller (2), Alisa Günther (2/2), Emma Bielawny (5), Lucienne Schubert (1), Leah-Marie Hennig (2)

Siebenmeter: HSV II 7/4/ SV 9/6
Zeitstrafen: HSV 4, SV 2

Karlgeorg Frank