Info: Saisonauswertung Frauen II

HSV-Zweite meisterte Verbandsliga-Klassenerhalt
Trotz enormer Personalnot bestplatziertes Frauenhandballteam im Erzgebirgskreis

Wegen der Corona-Pandemie wurde bekanntlich die Handballsaison 2019/20 für alle Teams des HSV abgebrochen. Die Tabellenstände sind daher nach einer sogenannten Quotenregelung bewertet. Mit dabei erzielten 112,50 Punkten und dem damit verbundenen 5. Platz erreichte das 2. Frauen-Team ein sehr gutes Ergebnis.

Es war für die HSV-Zweite die 5. Saison der Verbandsliga Staffel West. In 16 Punktspielen gab es 8 Siege, 2 Remis und 6 Niederlagen. Bei einem Torverhältnis von 401:384 standen 18:14 Punkte in der Tabelle. Das Meisterschaftsziel, Klassenerhalt, wurde trotz enormer Personalnot schon sechs Spieltage vor Saisonschluss gemeistert.

Die HSV-Sieben um ihre neue Spielertrainerin Lucie Hribova ließ dabei den Zwönitzer HSV 1928 hinter sich und war das bestplatzierte Frauenteam des Erzgebirgskreises. Im Spielbezirk Chemnitz reichte das für Rang zwei innerhalb der Verbandsliga. Dieses beachtliche Ergebnis wurde aber nur durch den hervorragenden Einsatz sowie den anspruchsvollen sportlichen Leistungen aller Spielerinnen und ihren Trainer- und Betreuerinnen erreicht.

Diese Leistungen sind umso beachtlicher, weil oftmals vor allem auswärts nur ein bis zwei oder gar keine Auswechselspielerinnen auf der Bank saßen. Nur durch die sehr gute gegenseitige Unterstützung beider Teams war es überhaupt möglich, die HSV-Zweite am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen. Dafür haben sich alle Beteiligten ein großes Lob und einen herzlichen Dank des HSV-Vorstandes verdient.

Beide Frauenteams des HSV trainierten zusammen, was dem Zusammenhalt und dem Klima untereinander sehr dienlich war. Marcela Splechtova stand seit Saisonbeginn verletzungsbedingt Lucie Hribova als Assistentin zur Seite. Erstere fungierte oftmals als Verantwortliche der Zweiten, wenn ihre „Chefin“ verhindert war oder selbst mitspielte.

Frank Reimann trainierte 14-tägig alle Torhüterinnen. Kerstin Schmähling und Silke Heft fungierten dankenswerterweise als Teamleiterinnen und als zuverlässige Kleinbus- oder Pkw-Fahrerinnen. Drei Torhüterinnen und 20 Feldspielerinnen kamen zu Einsätzen, wobei alle Torhüterinnen und 14 Feldspielerinnen zusätzlich auch zu Einsätzen in der HSV-Ersten kamen.

Aus unterschiedlichen Gründen musste auf Peggy Süß, Emily Mehlhorn, Nadine Seidel, Nikolett Ludanyi, Jessica Richter, Franziska Reimann, Claudia Grützmann und Julie Placzek verzichtet werden. Alle Genannten kamen noch in der Vorsaison 2018/19 zu zahlenmäßig unterschiedlichen Einsätzen. Die HSV-Zweite musste daher total neuformiert werden. Erschwerend kam hinzu, dass in jedem Spiel mit veränderten Formationen gegen eingespielte gegnerische Teams aufgelaufen werden musste.

Emma Bielawny (38) erzielte in 13 Spielen 59 Tore

Mit Emma Bielawny, Lena Roscher und Lisa Drechsel debütierten drei B-Jugendliche im Verbandsligateam. Lucie Hribova stand selbst 6x auf dem Spielprotokoll. Sie wechselte sich einige Male bei Bedarf ein bzw. wurde durch ihre Assistentin Marcela Splechtova eingewechselt. Letztere machte ihre ersten Schritte nach ihrer Knie-Op. auch wieder im Team, wobei sie im 1. Spiel nur für die Siebenmeter eingewechselt wurde.

Mit Sophie Heinrich verließ ein Nachwuchstalent nach dem Spiel am 19.01.2020 beim Burgstädter HC den HSV. Sehr erfreulich war dagegen, dass es nach der Winterferienpause einige Zugänge gab. Die ehemalige Jugendspielerin Kristin Seidel, Alisa Günther vom SV Tanne Thalheim und Lucienne Schubert vom HV Oederan debütierten in der HSV-Zweiten. Beim Sachsenpokalspiel am 08. Februar 2020 in Dresden spielten sie sogar in der Ersten.

Neuzugang Alisa Günther (37) konnte in fünf Spielen immerhin 12 Tore werfen

Drei Torhüterinnen und 20 Feldspielerinnen kamen zu Einsätzen in der HSV-Zweiten. Zahlenmäßig sah das nicht nach Personalnot aus. Da davon 12 Spielerinnen auf einen bis maximal sieben Einsätze kamen, zeigt das schon eher die Personalprobleme. Alle Torhüterinnen und 14 Feldspielerinnen davon kamen zudem auch zu Punktspiel-Einsätzen in der HSV-Ersten. Wenn Spielerinnen der Ersten freigespielt waren, halfen sie einige Male aus.

Das jüngste und erst 16-jährige Nachwuchstalent Emma Bielawny hatte dabei mit 31 Einsätzen bei Pokal- und Punktspielen in beiden Teams die meisten aller Spielerinnen vorzuweisen. Lena Müller folgte mit 26, Vivian Dresel mit 23, Michelle Schmähling, Kristin Tippmann-Wendrock, Leonie Tinney und Torhüterin Nadine Werner mit jeweils 22 Einsätzen. Torhüterin Julia Kluge stand ihnen mit 19 Einsätzen nicht viel nach. Sie hielt sich zusätzlich mehrmals als Reservistin für die Erste bereit, ohne dass sie auf dem Protokoll stand. Keine Spielerin war in allen 16 Partien der Zweiten dabei.

Nur jeweils einmal fehlten Torhüterin Julia Kluge und die beiden Feldspielerinnen Lena Müller und Michelle Schmähling. Sie hatten damit die meisten Einsätze in der HSV-Zweiten. Frenzi Heft wurde Torschützenbeste der Zweiten. In der Torschützenbestenliste der Liga plazierte sie sich damit auf Rang 19 mit 63/17 Toren in 10 Spielen. Mit einem Tordurchschnitt von 6,30 pro Spiel wurde sie sogar Fünftbeste der Liga. Leonie Tinney, Celina Uhlmann und Leah-Marie Hennig waren neunmal dabei.

Lena Müller (77) fehlte in der beendeten Saison nur bei einem Spiel

„Alles, was ich schon im Saisonabschlussbericht über die Erste hinsichtlich Einsatzbereitschaft und meiner Zufriedenheit gesagt habe, trifft auch für die Zweite voll und ganz zu. Wir trainierten gemeinsam und sind fast alle bei Pokalspielen als ein Team aufgelaufen. Trotz unserer angespannten Personalsituation hat auch die Zweite sehr gute Spiele gezeigt. Unsere Spielerinnen gaben auch bei hohen Niederlagen niemals auf. Sie sind immer nach vorne gerannt und haben alles versucht, um mit großem Einsatz ein besseres Ergebnis zu erreichen.

Dass sich alle hineingekniet und immer bemühten meine Vorgaben umzusetzen, war für mich sehr wichtig. Darüber habe ich mich gefreut. Daher bin ich mit der gezeigten Teamleistung meiner Zweiten und mit dem erreichten Endergebnis genauso zufrieden, wie ich es beim Saisonbericht über unsere Erste gesagt habe.“ meinte Lucie Hribova zur ihrer 1. Saison als Trainerin im Frauenbereich. Da sie zudem als Spielertrainerin agierte, war es eine weitere Herausforderung, die sie gut gemeistert hat. „Ich war damit auch zufrieden.“ meinte sie ergänzend.

Julia Kluge (22) stand bei 15 Spielen im Kasten und erzielte ein Tor!

Statistischer Teil der 2. Mannschaft des HSV 1956 Marienberg:

Trainerin Lucie Hribova
Assistentin Marcela Splechtova
ÜL-Torhüter Frank Reimann,
Teamleiterinnen Kerstin Schmähling und Silke Heft

5. Platz in der Verbandsliga Staffel West, 16 Punktspiele,
8 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen, 1814 Pkt. 401:384Tore

höchster Heimsieg: 32:20 VfL Waldheim
höchster Auswärtssieg: 24:15 VfL Waldheim
höchste Heimniederlage: 15:33 Leipziger SV Südwest
höchste Auswärtsniederlage 26:23 Zwönitzer HSV

3 Torhüterinnen und 20 Feldspielerinnen kamen zu Einsätzen,
3 Torhüterinnen und 14 Feldspielerinnen kamen auch zu Einsätzen in der Ersten

Frenzi Heft wurde Torschützenbeste der Zweiten und als 19. Bestplatzierte in der Torschützenbestenliste der Liga mit 63/17 Toren in 10 Spielen, beim Toredurchschnitt von 6,30 wurde sie Fünftbeste der Liga.

Niemand war bei allen 16 Punktspielen dabei.

Zu Einsätzen kamen:
(Reihenfolge nach Anzahl der Einsätze)

3 Torhüterinnen:
Julia Kluge (15/1/0T),
Anna-Lea Schönherr (7M/ 0/0),
Nadine Werner (2 M/0/0T)

20 Feldspielerinnen:
Lena Müller (15 M/48/0T/)
Michelle Schmähling (15M/21/2T)
Emma Bielawny (13M 59/0T)
Sophie Heinrich (11M/11/0T)
Frenzi Heft (10M/63/17T)
Leonie Tinney (9 M/47/2T)
Celina Uhlmann (9 M/23/0T)
Leah-Marie Hennig (9M/14/0T)
Lena Roscher (7M/7/1/0T)
Anne-Katrin Weingardt (6M/25/2T)
Lucie Hribova (6M/7/1T)
Lisa Drechsel, (6M/0/0T)
Alisa Günther (5M/12/4T)
Vivian Dresel (3M/20/4 T)
Marcela Splechtova (3M/20/10T)
Sylke Sowa (3M/7/0T)
Kristin Seidel (2 M/5/0T))
Kristin Tippmann-Wendrock (2M/3/0T)
Ioana Pocris (1M/ 5/0T),
Lucienne Schubert (1M/1/0T)

Erklärungen:
(M = Anzahl der Meisterschaftsspiele, (Anzahl der Tore/Anzahl der 7m-Tore)

Karlgeorg Frank